Auf dieser Seite dokumentiere ich die Enstehung und Fortführung der Website (also der Gesamtheit aller Webseiten) – ähnlich wie in einem Tagebuch.

Mit dem Logbuch können Sie sich, während die Website noch im Aufbau ist, über den Fortschritt auf dem Laufenden halten. Was ist neu dazugekommen, was hat sich geändert?


Vorbemerkungen: Ich habe mir vorgenommen, meine Website selbst einzurichten und fortlaufend zu pflegen. Und zwar ohne HTML-Kenntnisse! Ich möchte layoutorientiert arbeiten, denn da komme ich her: von „Pagemaker“, Quark „XPress“ und Adobe „InDesign“. Vorkenntnisse in der Webseitenerstellung bringe ich mit als ehemaliger Administrator der Website eines Tanzvereins, die ich mit „NetObjects Fusion“ tatsächlich wie mit einem Layoutprogramm gestalten konnte. Doch meine Anforderungen an die „Printmedien“-Website gehen weiter.

Als ich den VHS-Kurs „Webseiten erstellen mit Web to date 6.0“ besuche mit dem besonderen Aspekt Content-Management, wird mir klar: Dieses Programm erfüllt meine Erwartungen, oder besser Hoffnungen, besser als das veraltete „NetObjects“, wenn auch seine gestalterischen Möglichkeiten beschränkter sind. Ausschlaggebend sind die einfach handhabbaren Plug-ins für Volltextsuche, Gästebuch, Bildergalerien, Blogs und Foren, ohne die sonst Programmierkenntnisse in einer Skriptsprache erforderlich wären (habe ich aber nicht).

Juli 2010: Nach dem VHS-Kurs kaufe ich bei Data Becker eine Lizenz von „Web to date 6.0“ und „Das große Praxisbuch Web to date 6.0“ zum Einarbeiten in das Programm und mit Bedienungstipps. Damit mache ich meine ersten Experimente, die mich zum Weitermachen motivieren, und erstelle meine ersten „echten“ Seiten. Mit den gestalterischen Einschränkungen kann ich wahrscheinlich leben. Mit der Veröffentlichung meiner Website warte ich aber noch, bis ich mehr Content – ja, so sagt man heute zu Inhalt – fertiggestellt habe.

16. Juli: Mein erster großer Beitrag ist ein Wörterbuch, das ich mir in 25 Jahren angelegt habe – zu meiner eigenen Information. Wie weit es auch für andere Leser nützlich ist, mag jeder für sich selbst prüfen. Es erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit, spiegelt aber die Druck-fachlichen und EDV-Themen der 50jährigen Ära wider. Auch eine Liste von Publikationen, in Verbindung mit deren Abkürzungen (für Quellenhinweise), steure ich zu den Grundlagen bei.

23. August: Ein weiterer „großer Brocken“ ist nach aufwendigen Recherchen auf der Website gelandet: das Jahresgeschehen 2009. Und weil mit diesem Jahr meine Mediengeschichte endet, gebe ich, genauer die Schreibkollegen des Bitkom und der Experton Group, noch einen Ausblick auf die ITK-Technologien bis 2012, ja auf ein weiteres „digitales Zeitalter“.

30. August: In der Rubrik „Print im Umbruch“ gehe ich auf Technologien, Organisatorisches (Workflow) und auf Spezialitäten der verschiedenen Auftragsarten ein. Mein erstes Technologiethema ist OCR, die optische Zeichenerkennung. Sowohl die Webversion wie auch ein ausführliches PDF-Dokument (8 A4-Seiten) kommen auf die Website.

2. September: Weiter geht‘s in der Rubrik „Print im Umbruch“, diesmal mit einem Workflow-Thema: Korrekturen und Satzautomation (Kurz- und Langbericht).
Mein Lieferant Data Becker lockt mit einem „brandneuen ,web to date 7.0‘“, das mir ein paar interessante Funktionen für die Webseitengestaltung bringen könnte. Ich widerstehe aber dem Sonderangebot für einen Umstieg, muss ja nicht unter den ersten Versuchskaninchen sein ...

3. September: Heute stelle ich die Website ins Netz, ohne das groß zu verkünden. Erst möchte ich noch mehr Inhalte einbringen. Wer jetzt auf meine Website stößt – wie auch immer –, möge es mir nachsehen, dass sie noch nicht komplett ist; das wird mehrere Jahre dauern. Die Beiträge, die Sie heute vorfinden, sind aber repräsentativ für das, was noch folgt.

23. Oktober: Bin, nach gut einem Monat Recherche, mit dem „Drupa“-Jahr 2008 fertig geworden. Unsere Monstermesse kann einem auch im Nachhinein noch viel Arbeit machen!

28. Oktober: Es ist an der Zeit, zu erklären, was man unter der Druckvorstufe, oder besser unter den Druckvorstufen, versteht. Wie durchläuft ein Druckauftrag die Druckerei, welche historischen Veränderungen haben die Druckvorstufen hinter und vor sich? Ist die Druckvorstufe nach der von mir gewählten Zeitspanne 1959 bis 2009 tot? – Die Kapitel unter „Print im Umbruch / Druckvorstufen“ reichen von Johannes Gutenberg bis zum Cloud Publishing der Zukunft.

6. November: Wie bekommt man den Fotosatz – welchen? – in den Griff? Das Kapitel „Print im Umbruch / Technologien / Fotosatz-Systematiken“ geht auf die Terminologie und auf Unterschiede in der Technik und Anwendung ein.

19. Januar 2011: Neu auf meine Website kommt das Jahr 2007. Ich habe dafür 190 Fachzeitschriften aus den Bereichen Computer, Druck und Publishing durchgeblättert, die wichtigsten Vorkommnisse und Veröffentlichungen gesammelt, in ein Archiv-Dokument („Word“) eingetragen und dieses in ein PDF-Dokument exportiert (ergibt die Langfassung zum Herunterladen). Auszüge kopiere ich in mein Webseiten-Gestaltungsprogramm, überarbeite den Text etwas und füge passendes Bildmaterial hinzu.

26. Januar: Ich arbeite an meinem Werdegang. Dazu krame ich in meinen ältesten Unterlagen von 1959 bis 1969 und beschreibe, wie ich zum Schriftsetzer (Blei, Hand-), (Bleizeilen-)Maschinensetzer und zum Fotosetzer geworden bin. Am 30. Januar folgt mein Studium an der Fachhochschule für Druck Stuttgart, bei dem mein Semester als „Versuchskaninchen“ gedient hat, am 2. Februar ein Bericht über meinen ersten Job als Ing. (FH) bei einem Systemlieferanten, und am 6. Februar gebe ich einen Einblick in meine selbständige Beratungstätigkeit.

16. Mai: Das Jahr 2006 ist online.

17. und 18. Mai: Wenn auch meine Website noch lang nicht komplett ist, „stehen“ jetzt doch ihre Struktur und einige maßgebliche Inhalte. Ich kann also damit beginnen, sie nach „außen“ zu publizieren, und schreibe 20 Firmen an: „... und bin gespannt, was Sie zu meinem Werk sagen.“ Die meisten Angeschriebenen sind in der Geschäftsleitung oder im Marketing bei Systemanbietern tätig, ein paar bei Mediendenstleistern. Bei einem Standbesuch auf der „IfraExpo 2009“ hatte ich die Anbieter in mein Projekt eingeweiht und mich gefreut, dass sie es durchweg begrüßten und oft grundsätzlich bereit zu einer finanziellen Unterstützung waren.
Die Realität heute ist enttäuschend: Auf mein Anschreiben antwortet niemand! Keine Zustimmung, keine Kritik, keine finanzielle Hilfe. Muss ich daraus schließen, dass kein Interesse da ist, ich also ins Leere arbeite? Ich kann das nicht glauben, immer noch habe ich die Freude dieser Personen in Erinnerung, dass jemand die gehaltvollen 50 Jahre Mediengeschichte festhalten will.
Nun, ich bleibe bei meinem Vorhaben – jedenfalls so lange, wie ich’s mir finanziell und gesundheitlich leisten kann. Aber ich nehme mir vor, von nun an gemächlicher weiterzuarbeiten.

1. Juni: Ich „upgrade“ mein Webseitengestaltungsprogramm auf die Version 7, stelle aber fest, dass ich die neuen Funktionen nicht brauche. Noch nicht?

1. September: Data Becker schickt mir eine eMail, dass „web to date 8“ erhältlich ist, „mit vielen spannenden neuen Funktionen“. Gerade 1 Jahr ist seit dem letzten Upgrade-Angebot vergangen – spinnen die? Die spannenden neuen Funktionen verleiten mich nicht zu einem Umstieg, umso mehr, als das Upgraden der Zusatzmodule beim letztenmal nicht gerade banal war. Wahrscheinlich lasse ich das neue Upgrade aus.

11. November: Ich habe das Jahr 2005 gemütlich und beim Zeitschriftendurchforsten dafür umso ausführlicher bearbeitet und stelle es auf die Website.

29. Mai 2012: Erster Eintrag im Gästebuch! Per Zufall ist ein Gründer der ehemaligen deutschen Systemfirma Grafitex (siehe unter „Firmen“) auf meiner Website gelandet: „... hier im krisengeschüttelten Griechenland läuft mir meine Vergangenheit über den Weg.“ Ja, das ist einer der beiden Gründe für meine Site „50 Jahre Printmedien im Umbruch“: Sie soll Leuten, die mit mir diese spannende Zeit erlebt haben, Wiederbegegnungen mit der Vergangenheit ermöglichen. Der zweite Grund ist andererseits, Personen, die sich über diesen Umbruch informieren möchten, weil sie ihn nicht miterlebt haben, Fakten und Zusammenhänge zu liefern.

29. Juli: Der Gästebucheintrag beschäftigt mich immer noch. Ist ein Gästebuch noch zeitgemäß? „Social Networker“ sind andere Dialogmedien gewohnt, wie Foren, „Twitter“, „FaceBook“ ... Meine Website wird vielleicht lebendiger, wenn sich die Leser zum jeweiligen Beitrag direkt äußern können. Ich will mal prüfen, wie ich Kommentarfelder anhängen kann. Das Gästebuch bleibt aber auf jeden Fall erhalten, denn darin können Leser mitteilen, was sie von der Website halten.


Kritik, Verbesserungshinweise und Lob sind willkommen. Schicken Sie mir einfach eine eMail. Danke!