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Funk, Funkinform:
1948 gründet der Maschinensetzer Josef Funk, der als Selbständiger Setzmaschinen technisch betreut, die Josef Funk KG, Graphische Maschinen und Einrichtungen, in Oberweier bei Karlsruhe. Er widmet sich dem traditionellen Bleisatz, macht Generalüberholungen von Setzmaschinen, indem er ihnen modernes Zubehör einsetzt, wie Gießradkühlung und „Aquatherm“-Kühlmittelumlauf, Zentrier- und Ausschließvorrichtungen „SelectroMatic“, „AutoSetter“-Lochbandsteuerungen, leistungsfähige Magazine usw. Einiges Zubehör bezieht er aus den USA – von Star Parts, später Star Graphic Systems –, die Handsatz-Zeilengießmaschine „Nebitype“ für Akzidenz- und Inseratensetzereien kommt aus Italien, ein Matrizenwaschautomat, Umschmelzöfen und ein Gießgerät für Klischeeuntersätze stammen von der schweizerischen Polytype AG.
Anfang der 1970er-Jahre steigt Funk mit der Tochterfirma Funkinform Informations- und Datentechnik GmbH & Co., Ettlingen-Oberweier, in den Systemfotosatz ein. Erst mit der lochbandgesteuerten Fotosetzmaschine „CompStar 191“ samt Perforatoren und Bildschirm-Korrekturgeräten von Star, hinzu kommen die ECRM-Lesemschinen „AutoReader“ und diskettengestützte Akzidenzsatzsysteme von Varisystems, die vom Einzelplatzsystem bis zu Mehrplatzsystemen konfigurierbar sind. Komplettiert wird die Systempalette durch Star/Xylogics „CPS“ in verschiedenen Größenordnungen: Online-Systeme für die Zeitungsredaktion, Artikel- und Anzeigenproduktion.
Aus Star Graphic Systems wird Dymo Graphic Systems, nach den „CompStar“-Belichtern kommen die „Pacesetter“- oder „Photon“-Belichter, und den ECRM- folgen CompuScan-Lesemaschinen. Für den belgischen Hersteller Disc streckt Funkinform Fühler aus in die deutsche Etikettenproduktion, mit Xyvision-Systemen in die Erstellung umfangreicher und komplexer Dokumente, mit Integration der Texte, Grafiken und Bilder.
Die Anpassungsunwillig- oder -unfähigkeit seiner amerikanischen Lieferanten bringt Funkinform dazu, von Grund auf ein eigenes Textverarbeitungs- und Produktionssystem zu entwickeln: „Pro-Fit“, das auf der „IfraExpo 1986“ vorgestellt wird. Es basiert auf dem Betriebssystem „Unix“ mit PC-Terminals und grafischen Arbeitsplätzen. Nicht ganz 10 Jahre später, auf der „Drupa 1995“, startet Funkinform eine neue Systemgeneration mit überwiegend Microsoft-Komponenten: das Verlagssystem „Dialog“ mit „SQL-Server“ auf „Windows NT“ und, natürlich, mit PC-Arbeitsplätzen.
Die interne XML-Datenhaltung des „Dialog“-Systems unterstützt Cross-Media-Publishing für Print, Internet und andere Ausgabekanäle. Weitere Eigenentwicklungen: der Zeitungs-Seitenumbruch, ein eigenes Vertriebssystem, Webclients für Anzeigeneingabe und redaktionelle Beiträge, e- und i-Paper, die Anbindung des Layoutprogramms Adobe „InDesign“ von, Öffnungen zu sozialen Netzwerken und zu mobilen Medien wie „iPad“.

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