X.25 Schnittstelle zwischen einer Datenendeinrichtung und einer Datenübertragungseinrichtung für Endgeräte im Paketmodus, in Deutschland als Datex-P implementiert.

X.400 Empfehlungen, die die CCITT im Oktober 1984 für ein weltweit genormtes MHS, Message Handling System, auch kurz Electronic Mail, herausgegeben hat. 1988 erfuhren die X.400 nochmals eine Überarbeitung, die vor allem Sicherheits- und Authentifizierungsaspekte betraf. Systeme werden danach spezifiziert, welchem Standard sie entsprechen, also X.400 (84) oder X.400 (88).
Für den beleglosen Austausch von Dokumenten zwischen Unternehmen wurde das Electronic Data Interchange, kurz EDI, eingeführt. Für diese Art der elektronischen Nachrichtenübermittlung existieren Standards, unter anderem die CCITT-Empfehlung X.400. Sie ist ein Speichervermittlungsdienst für den weltweiten Doklumentenaustausch, der auch von den internationalen Postgesellschaften angeboten wird. Dieser Dienst sowie die Protokolle sind unabhängig vom verwendeten Netz.
Die X.400-Empfehlungen orientieren sich am Modell des weltweit bewährten Briefdienstes. Sie unterscheiden zwischen dem Nachrichteninhalt (Content) und dem „Mitteilungsumschlag“ (Envelope). Entscheidend ist, daß alle Beteiligten die auf dem Umschlag angegebenen Informationen nach denselben Regeln erstellen und auswerten.
Unter X.400 verwendete Abkürzungen: APS (Asynchronous Protocol Standard), DSA (Directory System Agent), DUA (Directory User Agent), EDI (Electronic Data Interchange), MTA (Message Transfer Agent), UA (User Agent) [2].
[J.Wieckmann in PW15.5.89, S.15; R.Welle in PW22.5.89, S.19; DM6/89, S.1; PW20.4.92, S.2; NetWorks 1/95, S.34]

X.500 In den Normierungsfestlegungen der OSI definierte Verzeichnisdienste („Directory Services“) für die Adressierung.

XGA, Extended Graphics Adapter Bildschirm-Grafikstandard von IBM, Ende 1990 vorgestellt. Der XGA-Controller realisiert Auflösungen von bis zu 1024 x 768, interlaced. Die Bildwiederholfrequenz beträgt 70 Hz, non-interlaced. Bei einer Farbtiefe von 16 Bit können aus einer Palette von 16 Millionen Farben gleichzeitig 32 000 (bei 1024 x 758 Bildpunkten) bzw. 65 536 (bei herkömmlichem VGA mit 648 x 480 Bildpunkten) dargestellt werden. [PW29.10.90, S.12; R.Regnet in PW5.11.90, S.1; PW26.11.90, S.1]

XML, eXtensible Markup Language („erweiterbare Auszeichnungssprache“) Metasprache, mit der sich ein einheitliches Datenformat für alle Anwendungen im Unternehmen schaffen lässt und das somit den Datenaustausch erleichtert.
XML als Alternative zu HTML und SGML wurde von einer Arbeitsgruppe des World Wide Web Consortium (W3C) entwickelt, um strukturisierte Inhalte übers Web zu verbreiten. Der erste Entwurf wurde im November 1996 veröffentlicht.
XML als Basis für Cross-Media-Publishing: „Durch die Trennung des Inhalts und der Struktur von der „Präsentationsform kann ein und dasselbe XML-Ausgangsdokument einmal erstellt und dann in einer Vielzahl von Formen dargestellt werden.“ [Alan Marshall, Associated Newspapers in ZT6/99, S.12]

Xmodem Übertragungsprotokoll für den Transfer von ASCII- und Binärdateien per Datenfernübertragung. Dabei werden die Daten in Blöcken zu 128 Byte zusammengefaßt. [PW1.4.91]

XMP, Extensible Metadata Platform ist eine offene, standardbasierte Technologie für die Erfassung, Speicherung und den Austausch von Metadaten (zur Beschreibung von Dateien) in digitalen Medien und Prozessen. Adobe Systems hat sie entwickelt und 2001 veröffentlicht. XMP verwendet XML zur Beschreibung der Metadaten und umfasst außer IPTC Core auch EXIF- und benutzerdefinierte Felder.
Da XMP in jedes beliebige Dateiformat integriert werden kann, stellt es für Kunden eine flexible und leistungsstarke Lösung für die sinnvolle Verwaltung digitaler Medien dar. Dank der vollständigen Benutzerdefinierbarkeit und Erweiterungsfähigkeit ermöglicht XMP die Erstellung maßgeschneiderter Metadaten, mit die Produktions- und Veröffentlichungsprozesse optimiert werden. [Adobe]

X/Open Internationale und branchenübergreifende Interessengemeinschaft von Computerherstellern, die sich der Erstellung einer herstellerunabhängigen, auf anerkannten Standards beruhenden einheitlichen Anwendungsumgebung für das Betriebssystem Unix verpflichtet hat; gegründet 1984 von den europäischen Computerherstellern Bull, ICL, Nixdorf, Olivetti und Siemens.
Kern der X/Open-Empfehlungen ist ein Katalog definierter Schnittstellen, der ein Maximum an Portabilität sichern soll. „Common Applications Environment“ (= einheitliche Anwendungsumgebung), kurz CAE, nennt X/Open diese Definitionssammlung, die sich in einem mehrbändigen Loseblattwerk, dem „Portability Guide“, niederschlägt.
[OM7-8/87, S.60; PW19.12.88, S.2; DM4/89, S.1; Siemens-Beraterbrief 7/89, S.18; PW11.3.91, S.1]

XPARC, Xerox Palo Alto Research Center Forschungszentrum des Xerox-Konzerns in Palo Alto, USA. Von hier gingen wesentliche Impulse für die elektronische Datenverarbeitung aus, die später zu Industriestandards wurden, wie Ethernet, „PostScript“ und Smalltalk.

XPS Abkürzung für Expertensystem.

X Window System oder kurz X Standardisierte Fenstertechnologie für Grafik-Workstations. Ergebnis des Forschungsprojekts „Athena“ am MIT unter Mitwirkung von IBM und DEC, anfangs vom MIT als Public Domain vertrieben. 1988 wurde die Weiterentwicklung und Standardisierung vom X-Konsortium übernommen. X11 ist das Protokoll für X Window, auf dem z. B. die Bedienoberflächen „DECwindows“, OSF „Motif“ und Sun/Unix International „OpenLook“ aufsetzen. [G.Martin in UX4/89, S.54]

Yellow pages
, Yellow page directory „gelbe Seiten“, Branchenfernsprechbuch (mit Anzeigen).

to zoom (einen Ausschnitt) vergrößern, z.B. an einem Grafikbildschirm. Zooming Ausschnittvergrößerung, „Lupenfunktion“.

ZZF, Zentralamt für Zulassungen im Fernmeldewesen. Das ZZF ist eine Einrichtung der Deutschen Bundespost mit Sitz in Saarbrücken. Es ist für die Vergabe von Zulassungen für Datenübertragungseinrichtungen und Datenendeinrichtungen zuständig.