W3C, World Wide Web Consortium Konsortium von mehr als 225 (Stand 1/98) Firmen und Organisationen mit dem Ziel, einheitliche Protokolle für das World Wide Web zu entwickeln. Das W3C wird gemeinsam geleitet vom Labor für Computerwissenschaften am amerikanischen Massachusetts Institute of Technology (MIT), dem Nationalen Forschungsinstitut für Computerwissenschaften INRIA, National Institute for Research in Computer Science and Control in Frankreich und der Keio-Universität in Japan. In der HTML-Arbeitsgruppe des Konsortiums wirken Firmen wie IBM, Microsoft, Netscape und Sun mit.

WAN, Wide Area Network Weitverzweigtes Rechnernetzwerk auf einem Kontinent. Ein WAN entsteht, wenn mittels PC über Grundstücksgrenzen hinaus unter Nutzung der Postdienste kommuniziert wird [T.Seibert in PW12.12.88, S.28]. Vgl. demgegenüber LAN, Local area network, MAN Metropolitan area network und GAN, Global area network.

WAN, World Association of Newspapers Weltverband der Zeitungen mit Sitz in Paris (www.wan-press.org); gegründet 1948. Dem Verband sind, Stand 6/2009, 78 nationale Zeitungsverbände, 13 Nachrichtenagenturen, 9 regionale Presseverbände sowie Zeitungsunternehmen und Führungskräfte von Zeitungen aus über 120 Ländern angeschlossen. Zum 1.7.2009 Zusammenschluss der WAN mit IFRA zur WAN-IFRA, World Association of Newspapers and News Publishers (www.wan-ifra.org).

WAP, Wireless Applications Protocol Globaler, industrieweiter Mobilfunkstandard, der die Übertragung von Internet-Seiten per GSM möglich machen soll, betreut vom WAP-Forum (wapforum.org).

to wash waschen, wässern, z.B. bei der Filmentwicklung in der Dunkelkammer.

Waste Abfall, Makulatur. Waste basket Abfalleimer, Papierkorb.

Web Kurzbezeichnung für World Wide Web, kurz WWW. Web 2.0 Das Internet als Plattform für „Communities“ (Gemeinschaften), als Mitmach-Medium für CJ, Citizen Journalism (Bürgerjournalismus). Webcam Kurzform von Web Camera: Kamerazusatz zu einem Computer zur Übertragung von Gegenständen oder/und Geschehnissen übers Internet. WebDAV, Web-based Distributed Authoring and Versioning Erweiterung des HTTP-Protokolls, die es Benutzern ermöglicht, gemeinsam Dateien auf entfernten Web-Servern zu editieren und verwalten. Web offset Rollenoffsetdruck. Ein Web-Server speichert und verwaltet Webseiten. Website Gesamtheit aller Seiten einer Domain im WWW.

weekly wöchentlich, auch Weekly = Wochenzeitung.

white weiß. White space Leerraum, unbedruckte Fläche. White space addition (generelle) Laufweitenverbreiterung. White space reduction (generelle) Laufweitenverringerung.

Widow „Hurenkind“, das ist eine Ausgangszeile am Anfang einer neuen Spalte oder Seite. Siehe demgegenüber Orphan „Schusterjunge“.

Width, genauer Character width Dickte, Zeichenbreite.

Wiki Das Wort kommt von den Hawaii-Inseln und bedeutet ursprünglich „schnell“. Bezeichnet wird damit eine Webseite, bei der die Leser von ihrem Computer aus mitschreiben und den Inhalt verändern können. Ein Wiki ist also ein ideales Werkzeug, wenn über die Welt verstreute Autoren gemeinsam Texte bearbeiten wollen, zum Beispiel Angestellte in verschiedenen Filialen einer Firma oder Forscher verschiedener Universitäten. [M.Ebner in „Sonntag aktuell“ 20.6.2009]
„Wikipedia“ Online-Lexikon, das der Unternehmer Jimmy Wales und der Philosophielehrer Larry Sanger im Jahr 2000 unter dem Namen „Nupedia“ entwickelten und am 15. Januar 2001 in der englischsprachigen Version und umgetauft in „Wikipedia“ ins Internet stellten. Noch im selben Jahr folgen Schwesterseiten auf Deutsch, Katalanisch, Japanisch und in 15 weiteren Sprachen.

Wildcard, im Computerjargon auch Joker genannt, steht für ein Platzhalterzeichen, das bei Suchanfragen verwendet wird. Bei der Suche in Dateilisten, Dokumenten und Verzeichnissen kommt es häufig vor, dass nur ein Teil des gesuchten Begriffs bekannt ist. Anstatt der unbekannten Zeichen wird in diesem Fall das Platzhalterzeichen angegeben. Sucht man beispielsweise alle Textdateien mit der Endung .doc, gibt man an der Eingabeaufforderung *.doc ein. Auf diese Weise ist es auch möglich, z.B. mehrere Dateien mit ähnlich klingenden Namen gleichzeitig aufzurufen. Der Stern ersetzt ganze Zeichenfolgen, das Fragezeichen ersetzt einzelne Buchstaben und Zahlen.

Winchester disk Winchester-Magnetplatte. Eine Besonderheit der Winchesterplatte ist, daß der Plattenstapel luftdicht in eine Kunststoffhülle eingeschlossen und damit weitgehend vor Staubeindringung abgesichert ist.

Wipe-on plate selbstbeschichtete Druckplatte.

Wire Draht, Leitung. Wire service Agenturnachrichten- oder -bilderdienst per Fernübertragung. Wireless draht- bzw. kabellose Verbindung elektronischer Systemkomponenten. WML, Wireless Markup Language Befehlssprache für den Mobilfunk, basierend auf XML.

WMF, Windows Meta File Meta-Dateiformat, das zur Speicherung von praktisch allem, was am Bildschirm dargestellt wird, in der „Windows“-Zwischenablage verwendet wird.

Word Wort. Word count Wortzähler. Word processing Textverarbeitung. Verarbeitung von Texten im Bürobereich, die für das Korrespondenz- oder Dokumentationswesen bestimmt sind – nicht grundsätzlich aber für die Satzherstellung. Die Texte werden an Schreibautomaten und zunehmend auch an PCs geschrieben, auf Magnetbandkassetten, Disketten oder auf einer Magnetplatte gespeichert und vom Schreibautomaten oder einem Drucker ausgegeben. Mehr und mehr ist der Trend erkennbar, daß die Word processing industry, also die Textverarbeitungsindustrie, den Zugang zur Satzindustrie, sucht und findet – nicht zuletzt durch den Boom des Desktop Publishing. Word processor Schreib-, Textverarbeitungsautomat. „Word“ Textverarbeitung von Microsoft.

Workflow Arbeitsfluss.

Workstation vollwertige, „intelligente“ Computer-Arbeitsstation. In der Praxis ist sie oft Bestandteil eines lokalen Netzwerks (siehe LAN). Üblicherweise hat die Workstation einen 32-Bit-Prozessor von Motorola mit 32-Bit-Datenbus, einen großen, hochauflösenden Grafikbildschirm, einen Plattenspeicher, mindestens 4 MB Arbeitsspeicher und eine Variante des Unix-Betriebssystems.

WORM, Write Once Read Many times oder DRAW, Direct Read After Write Optischer Datenspeicher, auf den der Benutzer einmal schreiben und dann nur noch lesen kann. Das Schreiben und Lesen übernimmt ein Laserstrahl. Vgl. demgegenüber CD-ROM, E-DRAW.

wrong-reading seitenverkehrt; vgl. demgegenüber right-reading seitenrichtig.

WSDL, Web Services Description Language

WWW, World Wide Web oder kurz Web vom Europäischen Institut für Teilchenphysik (CERN) in der Schweiz als multimedialer Teil des Internets entwickelt und 1993 vorgestellt.
„Das WWW ist eine Art ,Unternetz` des Internet, das von WWW-Servern (= HTTP-Servern mit Hypertext-Verbindung) gebildet wird, die Daten im HTML-Format zum Abruf bereitstellen. Im Gegensatz zur früheren reinen Textdarstellung im Internet bietet das WWW die Möglichkeit, Textinformationen, Grafiken, sogar Töne, Animationen und Videos im Internet zu übertragen.“ [WINzig 96 (Sonderbeilage zu WV9/96)]
Ein Dialogprogramm für Web-Abfragen wird Web-Browser genannt.

Wysiwyg, What you see is what you get So, wie man’s am Bildschirm sieht, kommt’s hinten auch heraus. Gemeint ist die (weitgehende, aber selten identische) Übereinstimmung der (grafischen) Bildschirmdarstellung mit der Ausgabe (Laserdrucker, Fotosatzbelichter). Treffender wäre manchmal allerdings der Ausdruck WYSIMOLWYG, what you see is more or less what you get [SR11.5.92, S.3] oder WYSIWYNG, what you see is what you nearly get [OM12/88, S.82] bzw., zynisch, what you see is what you never get [Leserbrief in CP24.6.87, S.58].