UCR, Undercolor Removal „Unterfarbenreduktion“. Verfahren, um die Anteile von Magenta, Yellow und Cyan in Schatten und neutralen Flächen eines Bildes zu verringern. Sie werden durch eine entsprechende Menge Black (Schwarz) ersetzt. Siehe auch unter GCR.

UEF, User Exchange Format Industrie-Standardformat für den Austausch von Farbbilddateien per Magnetband zwischen verschiedenen EBV-Systemen, erarbeitet von der DDES Vendor Group, USA.

UGC, User Generated Content Von Teilnehmern am Internet, oder besser am Web 2.0, erstellte und publizierte Medienbeiträge (Text, Bild, Ton, Video) – Journalismus für jedermann, Mitmach-Journalismus? Siehe auch CJ, Citizen Journalism (Bürgerjournalismus).

UGRA oder Ugra Schweizerisches Kompetenzzentrum für Medien- und Druckereitechnologie mit Sitz in St. Gallen (www.ugra.ch); gegründet 1952 durch 3 Trägerverbände SBV, VSLB und VSPPF. Die Statuten legen fest, dass zur Bearbeitung der UGRA-Projekte die EMPA, St. Gallen, beauftragt wird.

UMTS, Universal Mobile Telecommunications System Hochleistungs-Mobilfunkstandard mit Übertragungsraten bis zu 2 Mbit/s, der GSM ablösen soll und neben GSM auch PHS (Japan) und das amerikanische AMPS abdeckt.

to underline unterstreichen.

Unicode „Ein noch in Entwicklung befindlicher Standardzeichencode, der den internationalen Austausch von Dateien und deren Bearbeitung vereinfacht bzw. überhaupt erst ermöglicht. Der Unicode funktioniert ähnlich wie der ASCII-Code, berücksichtigt jedoch nicht nur das lateinische Zeichensystem. Er stellt Zeichen mit 16 Bit dar – für den ASCII-Code genügen 8 Bit –, so daß sich 65 536 Zeichen codieren lassen. Zeichen, die in unterschiedlichen Sprachen vorkommen, muß man im Unicode nur einmal speichern, was insbesondere im chinesisch-japanisch-koreanischen Sprachraum zu einer starken Reduzierung der benötigten Codes führt. Ungefähr 30 000 Plätze sind im Unicode-Schema bereits vergeben.“ [PA2/98, S.129]

Unified Messaging Dienste, die Anrufe, Faxe, eMails und Briefe über das Internet zugänglich machen.

Unit Einheit, oft im Sinn einer typografischen relativen Einheit, z.B. ein Sechsunddreißigstel eines Gevierts. Unit system (typografisches) Einheitensystem, Zählsystem, z.B. ein Geviert mit 36 Einheiten.

Unix Betriebssystem für vorwiegend technisch-wissenschaftliche Computersysteme. Unix wurde 1969 von Ken Thompson in den Bell Laboratories, einem gemeinsamen Forschungslabor der AT&T und Western Electric entwickelt. Unix ist mehrplatz-, multitasking- und netzwerkfähig, benutzt die vorteilhafte virtuelle Datenadressierung (-speicherung). Zu Unix paßt optimal die Programmiersprache C.
Verbreitete Unix-Varianten – insgesamt wurden 1988 rund 150 Unix-Versionen nachgewiesen – sind Unix System V.3 (der Originalstandard von AT&T), 4.1/4.2bsd (Universität Berkeley), Sinix (Siemens), Xenix (Microsoft/SCO), A/UX (Apple), AIX (IBM), Munix (PCS).
[M.Schaffner in PO5.4.89, S.543; R.Treitz in PW27.8.90, S.4; G.Ullrich in PW11.3.91, S.14; CW15.10.93, S.1, und CW22.10.93, S.11]

unjustified unausgeschlossen, „endlos“.

Unshift Tastaturmodus für Kleinbuchstaben. Siehe demgegenüber Shift Großbuchstaben, Supershift Sonderzeichen.

Update neue Programmversion. Ein Update bringt die vorhandene Version einer Software auf den neuesten Stand. Es behebt Fehler, verbessert die Geschwindigkeit oder enthält kleinere Verbesserungen. Ein Update erkennt man oft daran, dass sich die erste Ziffer der Versionsnummer nicht ändert (z.B. ein Update von Versionsnummer 12.0 auf 12.1). Updates sind in der Regel kostenlos. Siehe demgegenüber Upgrade. to update Auf den neuesten Stand bringen, z.B. eine Software.

Upgrade Ein Upgrade ist eine neue Version der vorhandenen Software, die zusätzliche Funktionen enthält, möglicherweise auch eine andere Benutzeroberfläche bereitstellt, und so den Gebrauchswert der Software steigert. Ein Upgrade erkennt man oft daran, dass sich die erste Ziffer der Versionsnummer ändert (z.B. von 11.0 auf 12.0). Upgrades werden den Kunden in der Regel zu besonders günstigen Konditionen angeboten. Siehe demgegenüber Update.

Upper case Großbuchstabe(n), Versal(ien); siehe demgegenüber Lower case Kleinbuchstabe(n).

upstream nach oben verlagern; z.B. Verschiebung bestimmter Zuständigkeiten (= Veranstortung) von der Druckerei zum Kunden bzw. zum Datenersteller. Gegenteil: downstream.

URL, Universe Resource Locator Adresse einer Web-Seite auf dem Internet.

USB, Universal Serial Bus ist ein Standard für den Anschluß von Peripheriegeräten, wie Scanner, Drucker, elektronische Kameras und Joysticks an den PC. Ein USB-fähiger PC hat, meist auf seiner Rückseite, kleine, rechteckige USB-Buchsen. Die USB-Schnittstelle ermöglicht die Verwendung eines einzigen Steckertyps für viele verschiedene Peripheriegeräte und übernimmt die Stromversorgung für kleinere Geräte – wie Modems – gleich mit.
USB-Geräte – insgesamt lassen sich, über zusätzliche USB-Hubs, bis zu 127 anschließen – melden sich selbständig beim Betriebssystem an, sogar im laufenden Betrieb, und bieten somit echtes „Plug and Play“. Der „IRQ-Clou“: Der gesamte Gerätekette belegt am Computer nur noch einen einzigen IRQ. Mit einer Datenübertragungsrate von bis zu 12 Mbps (Megabit pro Sekunde) ist der USB wesentlich schneller als die herkömmlichen Tastatur-, Maus-, seriellen und parallelen Anschlüsse und sogar schneller als das einfache SCSI mit 10 MBit/s. [BK 7.7.98; SMM Software-News Nr.7/99]

User Profile Datensammlung, in der für jeden registrierten Netzwerkbenutzer seine spezifischen Nutzungsrechte definiert sind. Mit Hilfe der User Profiles kann der Netzwerkverwalter (Administrator) festlegen, welcher Benutzer auf welche Dateien, Unterverzeichnisse und Laufwerke zugreifen darf. User Profiles können als übliches Leistungsmerkmal auch schon bei kleineren Netzsystemen gelten. [„LANLine-Lexikon“, Adcomp]

USV, Unterbrechungsfreie Stromversorgung für Computersysteme.

Utility Hilfsprogramm.

UTMS, Universal Mobile Telecommunication System Industrienorm für digitale Mobiltelefone, wird ab 2002 eingeführt. Bis zu 200mal schneller als GSM. Multimedial verwendbar bis hin zur Übertragung von Videos und TV-Bildern.

VAN, Value Added Network Ein Service, der auf Basis von Fernmeldediensten Informationsdientleistungen anbietet, die über das reine Übertragen der Informationen hinausgehen; eingedeutscht „Mehrwertdienst“. Im Grund handelt es sich bei den VANS um unterschiedliche Komfortstufen für die Nutzung von Kommunikations- und Informationsdiensten, wobei die jeweilige Standardübertragung im öffentlichen Netz als Bezugsbasis dienen mag. [DM4/89, S.4; U.Kranz in PW1.5.89, S.14; M.Jungblut in PW18.9.89, S.28).

VBD, Verband der Bayerischen Druckindustrie e.V.

VDB, Verband Deutscher Buchbindereien für Verlag und Industrie e.V.

VdD, Verband der Druckindustrie regionaler Unterverband des Bundesverbands Druck e.V. (BvD)

VDMA, Verein Deutscher Maschinenbau-Anstalten

VDT, Video Display Terminal
Bildschirmgerät.

VDZ, Verband Deutscher Zeitschriftenverleger Dachverband der deutschen Zeitschriftenverleger, gegründet 1929. Stand 6/07: Organisiert in 7 Landesverbände, die 400 Verlage mit zusammen 3000 Zeitschriften repräsentieren.

vertical vertikal, senkrecht; siehe demgegenüber horizontal horizontal, waagerecht. Vertical justification senkrechter Ausschluß; gemeint ist meist ein automatisches senkrechtes Austreiben mit Vertical (space-)bands, vertikalen Keilen. Vertical rule senkrechte Linie. Vertical scrolling vertikale Cursorbewegung; siehe auch Scrolling.

VESA, Video Electronics Standard Association Interessenvereinigung von Herstellern, die im April 1989 zur Definition von Bildschirm-Grafikstandards gegründet wurde. Bis Ende 1990 hat sie zwei Definitionen für die Super-VGA-Auflösungsstufen 800 x 600 und 1024 x 768 Bildpunkte erarbeitet. Darin werden beispielsweise die horizontale und vertikale Bildwiederholfrequenz sowie die Anzahl der gleichzeitig darstellbaren Farben für die jeweilige Auflösung und den Modus festgelegt.
Ca. 1992 definierte die VESA zudem den VESA Local Bus-Standard, kurz VL-Bus, mit 32 Bit Datenbreite, der sich (ausschließlich) für Computer mit Intel-Prozessor eignet. [PW10.12.90, S.13]

VGA, Video Graphics Array Farbgrafikstandard für Personal Computer auf Basis MS-DOS, 1987 von IBM eingeführt. Eine VGA-Grafikkarte kann gleichzeitig bis zu 256 Farben oder 64 Graustufen auf 350, 400 oder 480 Zeilen bei einer Horizontalfrequenz von 31,5 kHz darstellen. Unterschieden werden die Bildschirmauflösungen 640 x 480 Punkte (= Standard-VGA) und die hochaufgelösten Versionen SVGA (= Super-VGA) mit 800 x 600 Punkten und 1024 x 768 Punkten. [J.Richter, J.Eckert, P.Steinhauer in PE10, S.24]

Video-CD Eine CD-ROM mit Videomaterial in VHS-Qualität; kann nur mit MPEG-Karte abgespielt werden.

Virtual Reality, kurz VR Virtuelle Realität, Scheinwirklichkeit. Interaktive Computersimulation in einem dreidimensionalen Raum, höhere Form des Multimedia. [F.Puscher in CB26.5.95, S.10]

VLSI, Very Large Scale Integration höchstintegrierter Schaltkreis mit ca. 100 000 bis 1 Mio. Transistorfunktionen (ab ca. 1980); vgl. demgegenüber LSI, Large scale integration hochintegrierter Schaltkreis, und MSI, Medium scale integration mittlere Integration.

VME, Versa Module Eurocard Schnittstellenspezifikation für die „MC 68000“-Prozessorlinie von Motorola. Der VME-Bus hat die Aufgabe, Prozessoren, Speicher und Peripheriesteuereinheiten untereinander zu koppeln. [K.H.Fuchs in CT4, S.269]

Voice coil Linearmotor in Festplattenlaufwerken. Der Voice-Coil-Motor hat eine fast berührungslose, elektromagnetisch gesteuerte Positioniermechanik. Während der Bewegung werden die sogenannten Servospuren ausgewertet, die die Positionierungsinformationen enthalten. So ist der Linearmotor wesentlich schneller und leiser, aber teurer und empfindlicher als der Steppermotor. Bei Zugriffszeiten unter 40 ms kommt man ohne Linearmotor nicht mehr aus. [S.Ahrensdorf in PP9/89, S.28]

VPN, Virtual Private Network „Private“, also nichtöffentliche Vernetzung von Standorten.

VSI, Verband der Software-Industrie Deutschlands e.V. Verband von Softwarefirmen zum Schutz von Computerprogrammen, gegründet 1987, mit Sitz in München.

VSLB, Verein Schweizerischer Lithographie-Besitzer

VSPPF, Verband Schweizerischer Papier- und Papierstoff-Fabrikanten