OBR, Optical Bar Recognition Optische Stricherkennung. Das Lesegerät liest nicht das Zeichen selbst, sondern einen Strichcode unterhalb des Zeichens. Vgl. demgegenüber EAN, OCR Optical character recognition.

OCR, Optical Character Recognition Optische Zeichenerkennung durch ein Lesegerät. OCR scanner Zeichenscanner, Lesemaschine.

ODA, Office Document Architecture Normvorschlag von ISO und CCITT zur Beschreibung und Übertragung – letzteres durch ODIF, das Office Document Interchange Format – der „Architektur“ von Dokumenten. [J.Karger in OM12/88, S.32]

ODBC, Open Database Connectivity Datenbank-Zugriffsstandard für MS-„Windows“-Plattformen.

ODF, Open Document Format Dateiformat, das den Austausch von Dokumenten zwischen Office-Programmen ermöglicht. Die offizielle Bezeichnung lautet „Open Document Format for Applications“ (Oasis). Der Begriff leitet sich von der Organisation Oasis ab, die das Format spezifiziert hat. Es soll sich als Standard für den Datenaustausch etablieren und eine Alternative zu den weitverbreiteten Microsoft-eigenen Formaten sein.
Das Format verwendet als Basis das Dateiformat der Office-Suite „OpenOffice“. Derzeit (Stand: Juli 2006) unterstützen das „Open Document Format“ die Programme „OpenOffice“, Sun „StarOffice“ sowie die „Linux“-Bürosoftware „Koffice“.
Unterstützt wird ODF durch die Open Document Format Alliance, der Unternehmen wie IBM, Oracle und Sun angehören. Seit kurzem ist das „Open Document Format“ zudem ein offizieller ISO-Standard. [PF7/06, S.16; www.odfalliance.org]

ODIF, Office Document Interchange Format Austauschformat zur Dokumentübermittlung nach dem ODA-Modell.

ODMS, Odesta Document Management System Standard der Odesta Corp. für Dokumentenaustausch.

ODS, Optical Digitizing System Optisches Digitalisiersystem; z.B. zur Abtastung und Speicherung von Grafiken und Bildern.

OEM, Original Equipment Manufacturer Hersteller, der ein Gerät vertreibt, das auf dem Produkt eines anderen (des originalen) Herstellers basiert.

Offset printing Offset-, Flachdruck. Offset lithography Reproduktion für das Offset-Druckverfahren.

OLTP, Online Transaction Processing Online-Transaktionsverarbeitung. Ein Hauptmerkmal des OLTP ist die schnelle parallele Bearbeitung vieler Anfragen bzw. Vorgänge. Diese sind von ihrer Struktur her von ähnlicher Art und in ihrem Umfang relativ klein. Beispiele sind Platzbuchungssysteme bei Fluggesellschaften oder Kontoführungssysteme bei Banken und Versicherungen.

On-demand printing Drucken nach Bedarf, auf Abruf; das heißt, gedruckt wird immer nur soviel, wie gerade verlangt wird, und zwar meist mit einem Hochleistungs-Laserdrucker. Vorteil: keine Lagerhaltung.

online, on-line In Direktverbindung, Datenkommunikation per Kabel ohne materiellen Datentransport. Online-Banking Abwicklung von Bankgeschäften über das Internet. Online database Online-Datenbank, in der Wirtschaftsdaten gespeichert und per Fernübertragung zugänglich sind; siehe auch Electronic Message Handling (MHS), Electronic Mail, Mailbox.

OOPS, Object-Oriented Programming System Objektorientiertes Programmiersystem. OOPS ist ein Entwicklungswerkzeug zur einfacheren Handhabung komplexer Programme nach dem Vorbild „Smalltalk“ von Xerox. Beim objektorientierten Programmieren bedarf es erst einer Klassifizierung des Verhaltens aller bei einer bestimmten Aufgabenstellung auftretenden Objekte. Objekte entsprechen in gewisser Weise den Daten einer traditionellen Programmiersprache, sind jedoch von allgemeinerer Bedeutung. [K.Zerbe in CT4; S.120; R.Schauder in PW19.6.89, S.20; O.Oetterli interviewt Prof. Dr. Rudolf Marty, Institut für Informatik, Universität Zürich, in SD6/89, S.29; DO7/89, S.30; PW10.7.89, S.8]

opaquing (Im Filmnegativ) abdecken.

OpenDoc Von Apple vorgeschlagene Technologie für den systemunabhängigen Austausch von strukturierten Dokumenten mit Text, Bild und Ton.

„Open Look“ Grafische Bedienoberfläche für Unix-Workstations, 1988 von AT&T vorgestellt. [G.Poel in PW23.10.89, S.8, und PW30.10.89, S.9]

Open quote Öffnendes Anführungszeichen, vgl. demgegenüber Closed quote schließendes Anführungszeichen.

OpenType Fontformat, das „TrueType“ und „PostScript“ vereint und die Funktionalität von Fonts erweitert.

OPI, Open Prepress Interface Verfahren zur vereinfachten Farbbildintegration, 1990 von Aldus, USA, vorgestellt. Das Ziel ist, Bilddateien, die viel Speicherplatz beanspruchen, schneller zu plazieren und zu drucken. OPI-Lösungen erzeugen niedrigaufgelöste Ansichtdateien zum Layouten. Erst bei der Ausgabe zum Drucker oder Belichter ersetzt das Open Prepress Interface die Platzhalter durch hochaufgelöste, voluminöse Bilddateien. [M.Schelhorn in MW Publish 9/93, S.108]

Organizer Elektronisches Gerät für Notizen, Adressen u.a.

Orphan „Schusterjunge“, „Waisenkind“; das ist eine Einzelzeile nach Absatzende am Spalten- oder Seitenende. Siehe demgegenüber Widow „Hurenkind“.

OS, Operating System Betriebssystem eines Computers. OS/2, Operating System/2 Betriebssystem für Personal Computer, von Microsoft in Zusammenarbeit mit IBM entwickelt. In Deutschland nennt IBM dieses PC-Betriebssystem auch BS/2, Betriebssystem/2.

OSI, Open Systems Interconnection Kommunikationsmodell der ISO, auch ISO-OSI-Referenzmodell genannt. Es wurde in dem Werk „Information Processing Systems – Open Systems Interconnection – Basic Reference Model“ definiert. Im OSI-Modell werden die grundsätzlichen Funktionen, die von den an einer Kommunikation beteiligten Komponenten erwartet werden, festgelegt.
Das ISO/OSI-Modell besteht aus sieben Schichten: 1. Physikalische Verbindung (Physical Layer), 2. Sicherung der Verbindung (Data Link Layer), 3. Netzvermittlung (Network Layer), 4. Transport (Transport Layer), 5. Steuerung, Sitzung (Session Layer), 6. Darstellung, 7. Anwendung, Verarbeitung (Application Layer). Die Schichten 1 bis 4 beziehen sich auf den Datentransport, die Schichten 5 bis 7 auf das Anwendungsprotokoll und die Datenaufbereitung. Ein bekannter Standard der Schicht 7 ist z.B. X.400 für Message Handling Systeme oder Electronic Mail.
Die Arbeiten am OSI-Referenzmodell begannen 1977, 1978 wurde es vorgestellt, aber erst 1983 wurde es zum „International Standard“ erklärt und somit international verbindlich. 1984 kamen als weitere Standards die Definitionen der Transport- und der Session-Ebene hinzu. Ebenfalls 1984 wurde erstmals X.400 verabschiedet, erfuhr dann allerdings 1988 nochmals eine Überarbeitung. Die Presentation-Ebene wurde 1986/87 verabschiedet. An der Application-Ebene wird zur Zeit (Stand 6/89) verstärkt gearbeitet, so daß seit Ende 1987/Anfang 1988 immer wieder Erfolge bei Normierungsabschlüssen vermeldet werden können.
[R.Kappen in PO20.11.88, S.1990; DM6/89, S.1; PW11.6.90, S.12; K.Gößlinghoff in PW24.9.90, S.24; H.Schellhaas, E.Rösch, G.Dieterle in PW8.4.91, S.22]

OSF, Open Systems Foundation Vereinigung von Computerherstellern, die einen gemeinsamen Unix-Standard entwickeln wollen; gegründet im Mai 1988. 1989 stellte die OSF ihre grafische Bedienoberfläche OSF/Motif für Unix-Workstations vor. [zu OSF/Motif: P.Wahl in PW6.11.89, S.8]

OTF, Open Token Foundation Stiftung zur Sicherung der Kompatibilität der verschiedenen „Token Ring“-Netzwerkprodukte, gegründet 12/88. Ende 1990 stellte die OTF ihre Aktivitäten weitgehend ein, weil der Token-Ring-Marktführer IBM nicht beigetreten ist. Die Stiftung sei jedoch nicht tot, sondern nur auf Eis gelegt (OTF-Schatzmeister Steve Bell lt. PW17.12.90, S.1). [PW24.7.89, S.2; PW17.12.90, S.1]

Output (Daten-)Ausgabe.

Outsourcing Kunstwort, das sich aus den Bestandteilen „outside“, „resource“ und „using“ zusammensetzt. Gemeint ist die Nutzung von Ressourcen, die außerhalb des eigenen Unternehmens liegen. Dazu werden bislang innerbetrieblich erstellte Leistungen an einen rechtlich selbständigen, spezialisierten Zulieferer vergeben.

Overmatter Übersatz.