KB, Kilobyte 1 Kilobyte bzw. 1 KB sind, genaugenommen, 1024 (2 hoch 10) Byte, also 1024 codierte Zeichen oder 1024 Speicherplätze für Zeichen. Oft sind statt 1024 einfach auch nur 1000 (kilo = tausend) Zeichenplätze gemeint, aber für den Systembenutzer ist der Unterschied unerheblich.

kBit/s kiloBit (= 1000 Bit) pro Sekunde, Einheit für die Übertragungsgeschwindigkeit.

to kern unterschneiden, zwei Zeichen enger aneinander- oder auseinanderrücken. Kerning (manuelle oder automatische) Unterschneidung, Einzelunterschneidung, Zurichtungsausgleich zwischen Buchstaben. Unter Kerning versteht man das Zusammen- oder Auseinanderrücken von Buchstabenpaaren (auch Pair kerning), beispielsweise bei einem T und einem e, damit diese nicht durch unpassende Abstände die Ästhetik des Schriftbilds zerstören. Wenn eine solche Korrektur automatisch erfolgt, spricht man von einer Ästhetikfunktion oder einem Ästhetikprogramm.

Key Taste. Keyboard Tastatur. Keyboard operator Taster(in), Eingabepersonal. Keystroke Tastenanschlag, Keystrokes Tastenanschläge (zur Leistungs- und Kostenermittlung).

Knowledge Management Wissensmanagement. „Ziel von Wissensmanagement ist, das geistige Kapital von Unternehmen enger mit den Wertschöpfungsprozessen zu verbinden und damit letztlich Innovationsprozesse zu beschleunigen und die Produktivität zu erhöhen. Als Querschnittstechnologie kann Wissensmanagement wesentlich zur Wertschöpfung in Unternehmen und Organisationen beitragen. ,Unternehmen unterliegen einem permanenten Veränderungsprozess: Mitarbeiter erbringen ihre Leistung zunehmend über Zeit- und Standortgrenzen hinweg. Für Unternehmen wird es deshalb immer wichtiger, das Wissen ihrer Mitarbeiter zu erfassen, es zu vernetzen und allen Beteiligten zugänglich zu machen, um es als Wert im Unternehmen zu erhalten und auszubauen“, beschreibt Bitkom-Geschäftsführer Peter Broß den Ansatzpunkt des Wissensmanagements. Dieser Ansatz setzt voraus, dass Wissensmanagement in die Geschäftsprozesse und die ITK-Systeme eingebunden wird.“ [PI 8.6.03 Bitkom]

Konzentrator Einrichtung, die die Anschlußleitungen vieler Endeinrichtungen auf wenige, an eine Zentraleinheit oder an einen Netzknoten angeschlossene Leitungen zusammenfaßt.

LAN, Local Area Network Lokales Kommunikationsnetzwerk. Gemeint ist die Verbindung mehrerer Rechner untereinander, begrenzt auf das Betriebsgelände [T.Seibert in PW12.12.88, S.28]; vgl. demgegenüber MAN, Metropolitan Area Network, WAN, Wide Area Network und GAN, Global Area Network.
Definition der ISO: „Ein lokales Netz ist ein Netz für bitserielle Übertragung von Informationen zwischen untereinander verbundenen, unabhängigen Geräten. Es unterliegt vollständig der Zuständigkeit des Anwenders und ist auf dessen Grundstück beschränkt.“ Geräte sind nach dieser Definition Computer, Massenspeicher, Drucker und Gateways zu anderen Netzen. [G.Sulimma in VI Nr.1/89, S.78]
LANs gibt es in drei verschiedenen Aufbauformen (Topologien): Stern, Ring oder Bus. Bei einem Stern-Netzwerk ist jeder Endteilnehmer mit einer Zentraleinheit verbunden, die die Wegeschaltung über einen einzigen Knoten vornimmt. Im Ring-Netzwerk ist jeder Teilnehmer über einen eigenen Knoten mit seinem jeweiligen Partner auf der rechten und linken Seite verbunden, bis sich der Kreis schließt. Das Bus-Netzwerk verbindet eine Reihe von Teilnehmern miteinander, ohne jedoch einen Ring zu bilden; die Dateninformationen werden vom Sender aus in beiden Richtungen ausgesendet und vom Zielknoten aufgenommen. Der Bus ist auch zu einer sogenannten Baumstruktur erweiterbar. [R.Kappen in PO20.11.88, S.1990]

Laser, Light amplification by stimulated emission of radiation Lichtverstärkung durch stimulierte Emission von Strahlung. In der Praxis ein technisches Abtast- und/oder Aufzeichnungsverfahren, bei dem ein stark gebündelter, energiereicher und äußerst geradliniger und farbreiner Lichtstrahl eingesetzt wird; z. B. in Laserdruckern und -rekordern. Zur Anwendung kommen überwiegend Gaslaser (Helium-Neon-Laser mit Rotlicht für panchromatisches Filmmaterial, Argon-Ionen-Laser für blauempfindliches orthochromatisches Filmmaterial) und Halbleiterlaser (LED-Laser für panchromatisches Filmmaterial). Laser beam Laserstrahl. Laser printer Laserdrucker. Laser recorder Laserrekorder.

Layout Planung, Anordnung, Anlage, Entwurf, Gestaltungsskizze, Aufmachung [Langenscheidt Englisch]; Satzspiegel, von to lay = legen und out = aus [Knaurs Herkunftswörterbuch]. Also: das Auslegen aller Seitenelemente auf dem Papierformat in einer bestimmten Anordnung, ähnlich, wie man ein Puzzle zusammensetzt. Layout schafft Ordnung und Übersicht. [DS10/88, S.w1218] Layout program, Layout software Gestaltungsprogramm für einen Grafikcomputer.

LCD, Liquid Crystal Diode Flüssigkristalldiode. Die LCD-Technologie findet hauptsächlich bei den Displays der Taschenrechner oder mobilen Computer Anwendung. LCS, Liquid Crystal Shutter Flüssigkristallzeile oder -gitter; Technologie zur Datenaufzeichnung, z.B. in Laserdruckern.

Leadering Auspunktierung.

Leading Filmvorschub (Fotosatz) bzw. allgemeiner Zeilenvorschub; das ist der Abstand von Schriftlinie zu Schriftlinie. Manchmal ist auch Durchschuß gemeint, ein Zwischenschlag zusätzlich zum Zeilenkegel.

LED, Light Emitting Diode 1. lichtaussendende Diode; Technologie zur Datenaufzeichnung, z.B. bei digitalen Druckern und Fotosatzbelichtern.
2. Abkürzung für Light Emitting Diode bzw. lichtemittierende Diode. Dabei handelt es sich um ein elektronisches Halbleiter-Bauelement. Fließt durch die Leuchtdiode Strom in Durchlassrichtung, so strahlt sie Licht, Infrarotstrahlung (als Infrarotdiode) oder auch Ultraviolettstrahlung mit einer vom Halbleitermaterial abhängigen Wellenlänge ab. Anders als Glühlampen sind Leuchtdioden keine Temperaturstrahler: Sie emittieren Licht in einem begrenzten Spektralbereich, das Licht ist nahezu monochrom, also einfarbig. [M.Nothstein in BK 27.6.09]

Letter 1. Brief. Letterhead Briefkopf. – 2. Buchstabe. Letter design Schriftgestaltung, auch Type design. Letterpress Buchdruck(-verfahren), Buchdruckmaschine. to letterspace Zeichen sperren, „spationieren“ (ein Wort, mehrere Wörter). Letterspacing automatisches Sperren einer Zeile, wenn kein Wortzwischenraum zum Austreiben da ist oder wenn das Keilmaximum erreicht ist (wird in Deutschland in der Regel ausgeschaltet).

Level allgemein: Abstufung, Stufe; im Zusammenhang 6-level papertape 6-Kanal-Lochstreifen.

LFP, Large Format Printing Großformatdruck.

Ligature Ligatur. Das ist eine speziell erstellte Zeichenkombination, meist von Zeichen, die sonst zu weit auseinanderstehen würden, wie fi, fl, ff, ft, ffi, ffl usw. Sehr schöne Ligaturen gibt es auch vor allem bei Schreibschriften.

Light Licht. Light pen Lichtstift bei grafischen Bildschirmsystemen. Er ermöglicht direkt am Grafikmonitor die Anwahl von Menüfunktionen, grafisches Zeichnen und das Positionieren von Text- oder Bildelementen. Vgl. demgegenüber Graphic pen, Graphic stylus.

LIM/EMS Abkürzung für Lotus, Intel, Microsoft und Expanded Memory Specification Treiber zur Unterstützung von Expanded Memory für DOS-PCs.

Line 1. Zeile (nicht Linie! Das wäre eine Rule). Line caster Zeilengießmaschine. Line count Zeilenzähler. Line gauge Zeilenmaß, Typometer. Line length, Line measure Zeilenbreite. Line printer Zeilendrucker. – 2. Strich... Lineart, Line artwork, Line drawing Strichzeichnung(en), Strichbild(er).

Litho, Kurzform von Lithography (Bild-)Reproduktion (Verfahren, Produkt); genauer Photo lithography. Lithographer Reproduktionsfachmann, manchmal auch Offsetdrucker. Litho plate Offset-Druckplatte.

Logo (grafisch gestaltetes) Firmenzeichen, Signet, Logo.

„Look and feel“ Gesamteindruck der Bedienoberfläche eines Softwareprogramms. Der Ausdruck Look and feel wird oft im Zusammenhang mit Copyright-Auseinandersetzungen benutzt, bei denen Softwarehäuser sich gegen die Nachahmung ihrer Programmbedienung wehren, bzw. wo die andere Seite den Vorwurf des „Abkupferns“ zurückweist. [R.Raysman, S.Khatcherian in PW29.10., S.26]

low niedrig, klein. Lower case (letter) Kleinbuchstabe(n); siehe demgegenüber Upper case Großbuchstabe(n).

lpi, Lines per Inch Linien pro Zoll; Maß für die „Auflösung“ bzw. Rasterweite bei Rasterbildern.

lpm, Lines per Minute Zeilen pro Minute; Leistungsangabe von Zeilendruckern, Fotosatzbelichtern (wobei, um aussagekräftig zu sein, „Zeile“ definiert werden muß).

LSI, Large Scale Integration hochintegrierter Schaltkreis; das ist ein elektronisches Bauteil, das über eine Vielzahl von logischen Schaltkreisen (mehr als 100) verfügt. Vgl. demgegenüber VLSI, Very large scale integration höchstintegrierter Schaltkreis, MSI, Medium scale integration mittlere Integration.

LTE, Long Term Evolution Mobilfunkstandard, Nachfolger von UMTS. In erster Version ermöglicht LTE Übertragungsgeschwindigkeiten von bis zu 75 Megabit pro Sekunde (Mbit/s), mit der anstehenden Weiterentwicklung des Standards zu LTE-Advanced sollen 10 bis 60 Mbit/s im Praxisbetrieb erreicht werden. (PI Bitkom 16.8.12)

LU, Logical unit Logische Einheit im SNA-Modell, z.B. eine Applikation oder ein Terminal. LU 6.2 Protokoll für Datenaustausch und -manipulationen zwischen verschiedenen Anwendungen. [L.Wagner in PW7.8.89, S.20]