GAERF, Graphic Arts Education and Research Foundation mit Sitz in Reston, VA, USA (Stand 2/92). Gegründet 1983.

Galley Einspaltiger Satz. Galley proof Einspaltige Korrekturfahne.

Gamut-Alarm Funktion in Bildbearbeitungsprogrammen, die mit Farbmanagementsystemen arbeiten. Der Gamut-Alarm warnt den Benutzer, wenn die Farben eines Bildes auf einem bestimmten Ausgabegerät nicht reproduzierbar sind.

GAN, Global Area Network Weltumspannendes Netzwerk, das Rechner auf verschiedenen Kontinenten miteinander verbindet; vgl. demgegenüber LAN, Local Area Network und WAN, Wide Area Network.

Gateway Verbindung zwischen zwei verschiedenen Rechnernetzen. Beim Übergang der Daten findet eine Protokollumwandlung statt. Vgl. demgegenüber Bridge.
Ein Gateway ist eine Kombination aus Hardware- und Software und konvertiert bis zu sieben Schichten des ISO-OSI-Referenzmodells, so daß mit Hilfe eines Gateways vollkommen unterschiedliche Netzwerksysteme miteinander verbunden werden können. Dabei müssen die Protokolle der beteiligten Netze in eine Form gebracht werden, die das jeweils andere Netz „versteht“.
Wichtige Einsatzgebiete sind die Koppelung von PC-LANs an Weitverkehrsnetze oder Großrechner sowie die Verbindung unterschiedlicher Rechnerwelten. Bekannte Lösungen sind SNA-Gateways für den Anschluß von PC-LANs an die IBM-Host-Welt oder TCP/IP-Gateways für den Anschluß an die DEC- oder Unix-Welt.
In der praktischen Ausführung ist ein Gateway meistens auf einer PC-Steckkarte untergebracht; es gibt aber auch Lösungen, bei denen der ganze Rechner per Software zum Gateway erklärt wird. [PW1.4.91, S.9]

GATF, Graphic Arts Technical Foundation Amerikanisches Forschungsinstitut für die Druckindustrie mit Sitz in Pittsburgh, PA (Stand 9/1991).

GB, Gigabyte = 1000 MB, Megabyte oder eine Milliarde Byte. Zum Beispiel hat eine 40-GB-Laserplatte Platz für 40 Milliarden Zeichen.

GCCA, Graphic Communications Computer Association (USA)

GCR, Gray Component Replacement „Unbuntaufbau“. Verfahren im CYMK-Prozess zur Verringerung der Menge an Cyan, Magenta und Yellow in einem Bereich und zum Ersatz dieser Farben durch die entsprechende Menge K (Black). Siehe auch unter UCR.

GDI, Graphic Device Interface Untermenge der „Windows“-Funktionsaufrufe, die zur Grafikbearbeitung verwendet werden. Da die Funktionen und Kommandos des GDI ein in sich schlüssiges System zur Beschreibung bildlicher Inhalte darstellen, kann man es mit Sprachen wie Adobe „PostScript“, HP „PCL“ oder Kyocera „PreScribe“ vergleichen.
Weil alle „Windows“-Anwendungen auf den GDI-Pool zurückgreifen, ist es möglich, Bilddaten zwischen den Anwendungen und „Windows“ zu verschieben – und ebenso zwischen „Windows“ und einem GDI-Drucker. Im letzteren Fall simuliert der „Windows“-Arbeitsplatzrechner über Treibersoftware einen virtuellen Drucker, der die Hard- und Software, die zur Rasterung der Grafik nötig ist, direkt übernimmt. Der Rechner sendet fertig aufbereitete Rasterdaten an den GDI-Drucker und spart so, gegenüber einem „intelligenten“ Drucker, einen Berechnungsschritt. [T.Storm in CP7/94, S.34]

General purpose computer Universalcomputer, auch Mainframe computer.

GIF, Graphic Interchange Format Dateiformat für Bitmap-Bilder, 1987 erfunden vom Online-Dienst CompuServe. Das GIF beschränkt Bilder auf 256 Farben und komprimiert sie, nach der Farbenreduktion, verlustfrei.

GKS, Graphics Kernel System bzw. Grafisches Kernsystem Grafikstandard nach DIN/ISO mit Zentralrechnerstruktur, erstmals 1977 vorgestellt.

Glyphe Als Glyphe bezeichnet man einen Buchstaben, den ein Zeichensatz in mehreren Formen enthält. Dies ist beispielsweise im arabischen Sprachraum hilfreich, da sich dort die Form eines Zeichens in Abhängigkeit von der Position ändert, die es innerhalb eines Worts einnimmt.

„Golfball“ Schreibmaschinen-Kugelkopf; auch Typeball.

GPIB, General Purpose Interface Bus Bussystem zur Verbindung von Computerperipherie. 1960 von Hewlett-Packard entwickelt, wurde die elektrische, mechanische und funktionelle Spezifikation dieses Schnittstellensystems als herstellerunabhängiger Standard genormt und 1975 als ANSI/IEEE Standard IEEE-488-1975 veröffentlicht. Heute wird dieser Standard 488.1-1987 genannt. Das Bussystem ist weltweit unter folgenden Bezeichnungen bekannt: Hewlett-Packard Interface Bus (GPIB), Hewlett-Packard Interface Bus (HP-IB), IEEE-488-Bus und IEC-625.
Die Spezifikation vereinfachte zwar die Querverbindung programmierbarer Instrumente erheblich, berücksichtigte aber in keiner Weise Datenformate, Statusmeldungen, allgemeine Konfiguration, gerätespezifische Kommandos oder Fehlerbehandlung. So löste jeder Hersteller dieses Problem auf seine Weise. Um diesen Nachteil zu beseitigen, gibt es seit 1987 den erweiterten IEEE-488.2-Standard, mit dem präzis festgelegt wurde, wie Controller und Geräte miteinander zu kommunizieren haben. Insbesondere wurden Datenformate, Statusmeldungen, Initialisierung und Funktionen zur Fehlerbehandlung genauer definiert.
[R.Jamal in elektronik industrie 11/91, S.98]

GPRS, General Packet Radio Service Auf GSM beruhendes Protokoll mit Transferraten bis 56 kbit/s. Daten werden in Paketen zusammengepackt und weitervermittelt. Soll im Endausbau eine höhere Übertragungsgeschwindigkeit haben als ISDN. Wegen der paketbasierten Technologie ist GPRS ideal für das Internet geeignet.

GRACoL, General Requirements for Applications in Commercial Offset (gracol.org) Arbeitsgruppe für die grafische Industrie, die 1996 gegründet wurde (von der GCA, Graphic Communications Association, heute IDEAlliance), um Richtlinien für die Qualität von Farbdrucken zu entwickeln. Aktuell (Stand: 7/08) sind die Spezifikationen GRACoL 2007 (GRACoL 7) vom Mai 2007 und der Proof-to-Print-Prozess G7.

graphic 1. grafisch. Graphic arts industry Grafische Industrie, Druckerbranche. Graphic tablet Grafisches Tablett zur digitalen Eingabe von Menübefehlen, x/y-Positionen, Zeichnungen in Verbindung mit einem Graphic stylus oder Graphic pen grafischen Stift, Positioniergriffel; vgl. demgegenüber Light pen. – 2. Strichbild, Strichzeichnung, Grafik.

Gravure printing Tiefdruck.

Gray-scale (monochrome) Tonwertskala, Grauwertskala. Gray-scale image Halbtonbild; siehe auch Continuous tone, Contone.

GRI, Gravure Research Institute Forschungsinstitut der amerikanischen Tiefdruckindustrie.

Grid sheet Seitenlayoutformular mit vorgedruckter Spalten- und evtl. Zeileneinteilung.

Groupware Gruppen nutzen vernetzte PCs, um ihre Aufgaben gemeinsam zu lösen. Software, die sie dabei unterstützt, wird Groupware genannt. Sie ist die Umsetzung aus jahrelanger Forschung, die sich mit der computergestützten Gruppenarbeit oder Computer-supported Cooperative Work (CSCW) beschäftigt hat. In diesem Zusammenhang fällt häufig auch der Begriff von der computergestützten Teamarbeit (CAT). [H.Achatz in PW20.4.92, S.9]

GSM War zuerst die Abkürzung für Groupe Speciale Mobile, später für Global System for Mobile Communication. Industriestandard für digitale Mobiltelefone mit Datentransferraten bis 9,6 kbit/s, also die derzeit (Stand 3/01) verwendete, eher langsame Handy-Technik. GSM-Handys senden und empfangen auf 900, 1800 und 1900 MHz.

GTA, Gravure Technical Association Technische Vereinigung der amerikanischen Tiefdruckindustrie.

GTIN, Global Trade Item Number, bis 2008 EAN, European Article Number genannt. Produktkennzeichnung für Handelsartikel in Form eines Barcodes; siehe unter EAN.

GUI, Graphical User Interface Grafische Benutzeroberfläche. [C. Hammerschmidt in PW22.10.90, S.18; PW25.2.91, S.10]

Guideline 1. Richtlinie. – 2. Hilfslinie, z.B. in einem elektronischen Layout, die die Positionierung von Text, Grafik oder Bild begrenzt. – 3. Leitzeile. Damit ist in einem Satzsystem eine Kopfzeile gemeint, die Ordnungsbegriffe (Zuweisungen) für den nachfolgenden Text enthält: Auftragsnummer, Stichwort, Ausgabe/Heftnummer, Ressort, Seite usw.

Gutter Spalten-Zwischenschlag.

GWA, Gesamtverband Werbeagenturen 1952 gegründet, fusionierte der GWA 1986 mit dem WDW, Wirtschaftsverband Deutscher Werbeagenturen zum Gesamtverband. Die Anfang 2000 formierte Organisation der Media-Agenturen im GWA, OMG, vertritt die Media-Agenturen in Deutschland und im Verbund mit dem GWA die Mediaseite der Agenturen. Seit 1.1.2002 führt der GWA den Namen Gesamtverband Kommunikationsagenturen GWA, Sitz in Frankfurt. Der GWA spricht für Kommunikations- und Media-Agenturen mit über 500 Büros deutschlandweit und insgesamt 16 000 Mitarbeitern. [PI11.6.07 PuzzleFlow]