Access Zugriff. Access time Zugriffszeit. Die Zugriffszeit bei Plattenlaufwerken wird in Millisekunden, kurz ms, angegeben. Neben der durchschnittlichen Zugriffszeit gibt es noch die Spur-zu-Spur- (Track-to-track-) und die maximale (Full-stroke-)Zugriffszeit. Oft wird die durchschnittliche Zugriffszeit als einziger Wert angegeben.
Die Steigerung von 65 auf 40 ms bei einem Plattenlaufwerk kann mit rund 100 DM zu Buche schlagen, bei identischer Kapazität. Zugriffszeiten von 40 ms sind für „normale“ Anwendungen völlig ausreichend, beim Einsatz in Datenbanken oder als Server sollte die Platte Zugriffszeiten von weniger als 20 ms bieten. [S.Ahrensdorf in PP9/89, S.28]

ACE, ASCII Coded Escapement Seitenbeschreibungssprache des englischen Herstellers Chelgraph; siehe auch PDL, Page Description Language und RIP, Raster Image Processor. „ACE“ bzw. der „ACE“-RIP ist im professionellen Satzbereich verbreitet und befindet sich im Wettbewerb mit „PostScript“ von Adobe Systems, das im Boom des Desktop Publishings zu einem Industriestandard geworden ist.

ACF/NCP, Advanced Communication Function/Network Control Program Netzwerkverwaltungsprogramm für SNA von IBM.

Acoustic coupler Akustikkoppler.

Ad, Advertisement, Advert Anzeige, Inserat.

A/D-Konverter Analog-Digital-Konverter, der analoge in digitale Signale umwandelt, z.B. bei der Übernahme von (analog übertragenen) Telefotos in ein digitales Bildverarbeitungssystem.

Administrator Computer- oder Netzwerkverwalter.

AdsML Internationales Konsortium zur Standardisierung der Anzeigendistribution mit „AdsML Framework“; gegründet im Herbst 2002 von Agfa, Associated Newspapers und Vio Worldwide; unterstützt von Ifra, NAA und Nihon Shinbun Kyokai. Weitere Mitglieder: IDEAlliance, Rosetta, CCI Europe, Engage.

AFP, AppleTalk Filing Protocol „AppleTalk“-Netzwerkprotokoll von Apple Computer; Industriestandard.

Agate ad Füllanzeige.

AgEP, Anwendergemeinschaft Elektronisches Publizieren und Kommunizieren e.V. Systemübergreifendes Anwenderforum für den Bereich des elektronischen Publizierens mit Sitz in Konstanz (Stand 2/95); gegründet Ende 1989 in Berlin.

AIFF, Audio Interchange File Format Format für Audiodateien, am meisten anzutreffen auf den „Macintosh“- und Silicon-Graphics-Computerplattformen.

Airbrush Spritzpistole für grafische Gestaltungszwecke, im übertragenen Sinn auch bei pixelorientierten Malprogrammen.

AJAX, Asynchronous JavaScript and XML „Konzept der asynchronen Datenübertragung zwischen einem Server und dem Browser, das es ermöglicht, innerhalb einer HTML-Seite eine HTTP-Anfrage durchzuführen, ohne die Seite komplett neu laden zu müssen. Das eigentliche Novum besteht in der Tatsache, dass nur gewisse Teile einer HTML-Seite oder auch reine Nutzdaten sukzessiv bei Bedarf nachgeladen werden“. [„Wikipedia“ 8/2006]
[Experton Group Monthly, Juni 2007:] „Ajax ist eine Technik zur Entwicklung interaktiver Web-Anwendungen und hat drei vielversprechende Funktionen:
1. Es ist sehr einfach zu programmieren und funktioniert Cross-Plattform. Entwickler mögen Ajax, weil nur wenige Zeilen Code notwendig sind, um das Gewünschte zu erledigen.
2. Es bedarf weit weniger Bandbreite, was ein wichtiger Faktor ist. Dadurch, dass einige Daten auf dem Client gehalten werden, ist der Datenverkehr stark reduziert. Damit können Anwendungen zum Einsatz kommen, die vorher nicht auf die Geräte gepasst haben, wie z.B. Mobiltelefone.
3. Es ermöglicht Echtzeit-Updates ohne einen Refresh der Web Seite – damit wird alles schneller.
Der Hauptvorteil in der Nutzung von Ajax liegt im automatischen Update der Webseiten. Damit muss weniger oft ein Refresh gemacht werden. Mit diesem Design können einzelne Teile der Seite geändert werden, ohne dass die restlichen Teile neu geladen werden müssen. Damit müssen natürlich viel weniger Bytes übertragen werden, was die Performance erhöht. Formulare können schneller ausgefüllt werden, Anzeigen für Aktienkurse werden schneller geändert, und statt auf anderen Seiten zu wechseln, kann der Vorgang direkt bearbeitet werden.“

ALU, Arithmetic Logic Unit Recheneinheit eines Computers.

ANPA, American Newspaper Publishers Association Amerikanischer Zeitungsverlegerverband, Mitte 1992 durch eine Fusion mit dem NAB, Newspaper Advertising Bureau in die NAA, Newspaper Association of America eingebracht.

ANSI, American National Standard Institute Amerikanisches Normierungsgremium, eine dem Deutschen Institut für Normung (DIN) vergleichbare regierungsunabhängige Institution, in der über 1000 Gewerbeorganisationen, Berufsvereinigungen und Firmen mitarbeiten. Das ANSI hat mehrere Standards zur Datenübertragung veröffentlicht, die international verwendet werden, z.B. die ANSI-Escape-Sequenzen zur Bildschirmsteuerung. [R.Langner in PW29.5.89, S.20]

Anti-Aliasing Optische Glättung von Treppenstufeneffekten am Bildschirm.

API, Application Programmable Interface Systemschnittstelle für den Anwendungsprogrammierer.

APL, A Programming Language Programmiersprache.

App Kurzform von Application, wie ein Anwendungsprogramm auf Englisch genannt wird. Oft ist mit einer App speziell ein Programm für ein Smartphone oder einen Tablet-Computer gemeint, das kleiner ist als herkömmliche Computer-Anwendungen und auch nur für eine einzige kleine Aufgabe entwickelt wurde.

APPC, Advanced Program to Program Communication Schnittstellendienst innerhalb SNA, der es einem Softwaresystem, z.B. einem Anwendungsprogramm, erlaubt, sich nach den Spezifikationen der LU 6.2 zu verhalten. Oder: Interprozeß-Kommunikation zwischen gleichrangigen Rechnersystemen innerhalb des SNA-Modells von IBM. Oder: Verbindung zwischen zwei gleichgestellten Applikationen zum Datenaustausch. Oder: SNA-Einrichtung für verteilte Anwendungen zwischen den Systemen. Die „intelligenten“ Arbeitsplätze, PCs, sind nicht mehr bloß „dumme“ Terminals am Großrechner, sondern können gleichwertig zu einer „AS/400“, „/36“ oder „/38“ direkt mit einem Host kommunizieren. Das Ergebnis ist ein gestiegener Datendurchsatz, mehr Rechenleistung und ein größerer Spielraum bei Spitzenbelastungen. [L.Wagner in PW7.8.89, S.20; PW7.8.89, S.17; PW14.8.89, S.21; P.Weger in PW14.8.89, S.23]

Applet Ein Applet ist ein in der Programmiersprache Java geschriebenes Programm, das bestimmte Funktionen ausführt. Mit Java-Applets können beispielsweise Online-Spiele, interaktive Filme oder kleine Programme wie Taschenrechner in eine Website eingebaut werden. Das Besondere: Die Applets laufen auf jedem neueren Rechner, gleichgültig, ob es sich um einen „Windows“-PC oder einen Apple „Macintosh“ handelt. Es muss nur ein Java-kompatibler Browser wie Netscape „Communicator“ oder Microsoft „Internet Explorer“ installiert sein.

Application Anwendung, Anwendungsprogramm, Kurzform: App.

AQA/EEMS Abkürzung für AST, Quadram, Ashton-Tate and Enhanced Expanded Memory Specification.

ARD, Arbeitsgemeinschaft der Rundfunkanstalten Deutschlands.

Area composition Flächensatz, standgerechter Satz.

ARLL, Advanced Run Length Limited Aufzeichnungsverfahren für Magnetplattenspeicher, Weiterentwicklung des RLL-Verfahrens. Flußwechsel treten nur noch alle 3 bis 9 Datenbits auf, der Kapazitätsgewinn im Vergleich zu RLL 2.7 beträgt ca. 30 Prozent, gegenüber MFM sogar fast 100 Prozent. Die Anforderungen an die Festplatte, insbesondere an deren Beschichtung, sind allerdings so hoch, daß kaum ein Laufwerkshersteller für die Datensicherheit garantiert. [B.Glass in BY2/89, S.293; S.Ahrensdorf in PP9/89, S.28]

Arpanet Militärisches Sicherheitsnetz der US-Regierung, 1969 eingerichtet, aus dem sich in den 80er-Jahren das Internet entwickelte.

ASA, American Standards Association amerikanische Standardisierungsvereinigung.

Ascender Oberlänge.

ASCII, American Standard Code for Information Interchange Ein in der ursprünglichen Fassung aus 7 Bit bestehendes Codesystem, das national und international das gebräuchlichste Alphabet zur Datenübertragung darstellt. Von diesem auch als „Standard-ASCII“ bezeichneten Codesystem ist das „erweiterte ASCII“ der Firma IBM mit einem Satz von 256 Zeichen zu unterscheiden, das unter anderem auch Grafiksonderzeichen enthält und eine Bytelänge von 8 Bit verwendet. [R.Langner in PW29.5.89, S.20]

ASIC, Application Specific Integrated Circuit Spezieller Chip-Baustein.

ASP, Application Service Provider Vertriebskanal für Software nach der Devise „Software mieten statt kaufen“. Anders ausgedrückt: Anwendungssoftware wird zur Dienstleistung.

Asset Wert, Besitz; im Zusammenhang mit dem Publishing z.B. Texte, Grafiken, Bilder, Seiten, Ton- und Videodokumente. „All diese Objekte zusammen bilden Ihre ,digitalen Assets‘, und die Produkte und Lösungen, die Sie zur Organisation und Verwaltung dieser Assets einsetzen können, laufen unter dem Oberbegriff ,Digital Asset Management‘ oder DAM.“ [Canto-Website 7/09)
Asset Management, DAM, Digital Asset Management oder MAM, Media Asset Management Verwaltung dieser digitalen Werte, typischerweise ohne Eingriffe in diese vorzunehmen; siehe demgegenüber Content Management. AMS, Asset Management System, DAMS, Digital Asset Management System oder MAMS, Media Asset Management System Computersystem zur Verwaltung der digitalen (Medien-)Werte.

Asterisk Sternchen (Sonderzeichen).

Asynchron Verfahren der Datenübertragung, bei der der Sender jedes zu sendende Byte durch ein Startbit ankündigt und durch ein oder zwei Stopbit beendet. Mit dieser auch als „Start-Stop-Verfahren“ bezeichneten Synchronisation wird der Gleichlauf zwischen Sender und Empfänger jeweils für die Dauer eines Byte sichergestellt. Im Gegensatz hierzu wird bei der synchronen Übertragung durch zusätzliche Taktleitungen die Synchronisation für jedes einzelne Bit hergestellt. [R.Langner in PW29.5.89, S.20]
Asynchrones Terminal 1. Terminal mit serieller, byteweise zu Blöcken zusammengefaßter Datenübertragung. Wegen der asynchronen Übertragung über die serielle Schnittstelle ist die Datenrate auf 115 Kilobaud (= 115 000 Zeichen/s) begrenzt, meist werden jedoch nur wesentlich niedrigere Geschwindigkeiten erreicht. Asynchrone Terminals werden in der Regel ohne Eigenintelligenz und nur für zeichenorientierte Darstellung angeboten (ASCII-Terminal).
2. Bei dieser Übertragungsvariante wird durch Start- und Stopbits am Anfang und am Ende jedes Zeichens synchronisiert. [PW1.4.91, S.9; PW5.4.93, S.9]

ATAPI Standard für die Schnittstelle von CD-ROM-Laufwerken für den Anschluß an den IDE-Controller. Bis zu 2 Geräte Können an einen Anschluß gehängt werden, wobei der langsamere die Geschwindigkeit des Tandems bestimmt. Es ist empfehlenswert, ein CD-ROM-Laufwerk an den zweiten IDE-Controller zu hängen, den die meisten modernen Motherboards haben.

ATM, Asynchroner Transfermodus bzw. Asynchronous Transfer Mode im Breitband-Netzwerkverbund. B-ISDN (= Breitband-ISDN) sorgt für den Zugang, die Signalisierung und die Einrichtung der Zellen, ATM für die Schaltung und SDH, Synchronous Digital Hierarchy für die Übertragung.
Die Grundlage von ATM wurden Mitte der 80er-Jahre entwickelt. ATM wurde mit genügend Reserven in den Übertragungsraten geplant, um den sich abzeichnenden Bandbreitenbedarf im GBit/s-Bereich abdecken zu können. Das Vermittlungsprinzip beruht auf einer Zellbasis, die zu übertragende Datenpakete segmentiert und anschließend übermittelt. Die Zellgröße beträgt 53 Byte, wovon 48 Byte für Netzdaten zur Verfügung stehen. 1988 wurde ATM von ITU-T als der Standard für Breitband-ISDN ausgewählt. [Siemens Nixdorf Synergie 2/95, S.7]

ATM, Adobe Type Manager
Schriftenskalierer von Adobe Systems für „PostScript“-Schriften im „Type 1“-Format.

ATS, Artwork Transmission System Empfehlung der IFRA für die elektronische Anzeigenübermittlung im Zeitungsbereich, in Verbindung mit EDIFRA. [Special Report 6.14.4 der IFRA – Recommendations for Basic Requirements of Artwork Transmission Systems, 9/95]

A.Typ.I., Association Typographique Internationale Internationale Typografen-Vereinigung.

Augmented Reality Erweiterte Realität. „Hiermit ist es möglich, real existierende Werbemittel auf digitaler Ebene fortzuführen. Sie können z.B. einen Flyer vor Ihre Webcam oder Ihr Smartphone halten, um ihn auf dem digitalen Medium zu erweitern. Sie sehen dann eine erweiterte Realität, ergänzt durch digitale Daten wie Animationen, Informationen oder Videos.“ [Aus einer Präsentation der Studierenden an der Fachschule für Druck- und Medientechnik Bielefeld, 2010]

AURP, AppleTalk Update-based Routing Protocol Internetwork-Softwarelösung von Apple Computer (1/93). Erweiterungen zum Basiskit sind die „AppleTalk/IP Wide Area Extension“ einschließlich „Router IP Software“ und die „AppleTalk/X.25 Wide Area Extension“ mit der „Router X.25-Software“.

Autopark Automatisches „Parken“ eines Festplattenlaufwerks, fast nur bei Festplatten mit Linearmotor anzutreffen. Nach dem Abschalten des Spulenstroms wird der Arm durch das Magnetfeld des Dauermagneten in die Parkposition gefahren und dort gehalten.

Autosave automatisches Abspeichern der gerade in Arbeit (= im Arbeitsspeicher) befindlichen Datei auf Diskette oder Platte. Bei einem Systemabsturz oder einer Stromunterbrechung, die den Arbeitsspeicher leert, ist die Datei auf dem Datenträger gesichert, und nur die letzten, das sind meist wenige, Arbeitsschritte gehen dann verloren.